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Erfolgreiche Mitarbeitersuche: Erweitern Sie Ihren Einzugsbereich!

Sie haben alles versucht, um neue Mitarbeiter aus dem Umkreis anzuwerben? Auch die Möglichkeiten Azubis oder Umschüler in Ihrer Gegend zu finden, haben Sie ausgeschöpft? Alles ohne Erfolg?

Dabei gibt es die von Ihnen benötigten Fachkräfte durchaus, aber leider nicht in Ihrer direkten Nachbarschaft. Ein Problem vor allem, wenn Ihr Unternehmen „auf dem Land“ liegt, aber auch in Städten findet sich nicht immer ein ausreichendes Reservoir. 

Einzugsbereich erweitern & staatliche Förderungen kassieren!

Gehen Sie also dahin, wo Sie die Mitarbeiter finden. (Sie wissen schon, Berg und Prophet und so…) Aber im Ernst, entweder Sie begeben sich in einen gnadenlosen Preis(Lohn-)wettbewerb mit den örtlichen Unternehmen um die verfügbaren Mitarbeiter oder Sie verzichten auf mögliche Umsätze, da Ihnen die Mitarbeiter zur Leistungserbringung fehlen.

Oder Sie gehen neue Wege! 

Dabei sollten Sie unbedingt alle Fördermöglichkeiten nutzen, um sich bei den potentiellen zukünftigen Mitarbeitern eine gute Wettbewerbssituation zu sichern! Gleichzeitig erhalten Sie so auch einen Ausgleich für Ihre erhöhten Organisationsaufwendungen.

Möglichkeit 1 - Erweitertes regionales Umfeld

Zunächst einmal ist es natürlich sinnvoll, sich im etwas erweiterten Umfeld umzusehen. Ihr wesentlicher Vorteil ist hier, dass Sie Ihre Betriebsabläufe nicht oder nur geringfügig umorganisieren müssen.

Aus Sicht des potentiellen Mitarbeiters, der jetzt jeden Tag zwei weitere Strecken fahren soll, ist Ihr Unternehmen natürlich weniger attraktiv, als ein Betrieb in seinem Ort. Sie müssen also etwas tun, um diesen Nachteil auszugleichen.

Entscheidend sind dabei zwei Elemente:

  • Zunächst einmal sollten Sie ihm optimierte Arbeitszeiten anbieten, die sich an seinen Bedürfnissen orientieren. Das kann eine Aufteilung seiner Wochenarbeitszeit auf 4 Tage sein, oder eine auf seine private Situation angepasste Dienstzeit (Ehepartner arbeitet Schichten, das Kind muss zu einer bestimmten Zeit abgeholt werden, etc.). Fragen Sie einfach nach und schauen Sie, was Sie im Rahmen Ihrer Abläufe möglich machen können!
  • Teil zwei Ihrer Attraktivitätsoffensive ist (offensichtlich) ein möglichst gutes Nettogehalt. Wenn Sie alles richtig machen, können Sie Ihren Bewerbern durch Zahlung eines Fahrtkostenzuschusses bis zu 1.000 € jährlich mehr Nettolohn bieten, ohne allerdings Ihre Gehaltskosten zu erhöhen.

Übrigens: Wenn Sie alle Möglichkeiten ausschöpfen, lässt sich das bis auf 2.500 € jährlich steigern!

Und: Der Fahrtkostenzuschuss ist auch für Ihre bestehenden Mitarbeiter, die jeden Tag größere Entfernungen zurücklegen müssen, eine ideale Motivations- und Bindungschance!

Möglichkeit 2 - Überregional /deutschlandweit

Wenn Möglichkeit 1 Sie nicht ans Ziel führt, überlegen Sie einmal ernsthaft, ob wirklich alle Jobs direkt bei Ihnen im Unternehmen stattfinden müssen. Bestimmte Vertriebsbereiche, Softwareentwicklung, Service-, Personal- oder Finanzdienstleistungen, sowie Sekretariatsarbeiten lassen sich oft komplett extern erledigen. Eine gute Organisation und ausreichend schnelle Internetverbindungen sind hier natürlich die Voraussetzung.

Das kann für Sie unter Umständen zwar etwas unbequem sein, aber aus Sicht vieler Mitarbeiter werden Sie dadurch zum absoluten Wunscharbeitgeber. Neben der so erlangten optimalen Arbeitsplatzsituation können Sie diesen Mitarbeitern sogar höhere Nettoentgelte zahlen, ohne dass Ihre Personalkosten steigen.

Mit diesen beiden Pluspunkten haben Sie klare Wettbewerbsvorteile in der Hand - ein Pfund mit dem Sie wuchern können!

Allerdings sind hier auch einige wichtige Besonderheiten zu beachten. So sollte beispielsweise der gesetzliche Unfallschutz ergänzt, sowie klare Regelungen zu Dienstzeiten getroffen werden. Auch die Abstimmung einer regelmäßigen Präsenz wäre stärkstens zu empfehlen.

Übrigens: Alternativ können Sie natürlich auch einen Teil der Einsparungen für Ihre erhöhten Organisationsaufwendungen einsetzen.

Möglichkeit 3 - Umzugsbeihilfe

Wenn Sie es geschafft haben, einen auswärtigen Mitarbeiter so zu begeistern, dass er in Ihren Ort ziehen möchte, können Sie ihn mit umfangreichen steuerfreien Zuschüssen unterstützen.

Das umfasst sowohl die tatsächlichen Umzugskosten, als auch Entschädigungen für Doppelmieten für bis zu sechs Monate, Aufwendungen für die Wohnungssuche, und vieles mehr. All dies erleichtert ihm die Entscheidung natürlich deutlich.

Auch wenn es meist ein relativ hoher (aber einmaliger!) Aufwand ist: Eine wirksamere Bindungs- und Motivationsmaßnahme werden Sie kaum finden.

Fazit

Auch wenn der Arbeitsmarkt bei Ihnen „ausgetrocknet“ ist, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten andernorts fündig zu werden. Sogar Mitarbeiter aus dem EU-Ausland sind eine mögliche Lösung, da sie problemlos in Deutschland arbeiten dürfen und in vielen anderen Ländern vor allem bei jungen Leuten eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Vielleicht haben Sie sogar einen Mitarbeiter mit internationalen Wurzeln, der bei der Suche, sowie bei dem darauf folgenden Integrationsprozess helfen kann?

Also werden Sie kreativ und nutzen Sie die vielfältigen Fördermöglichkeiten, um Ihre Mitarbeiter auch in der Ferne zu finden!

 
DIOMEDEA wünscht Ihnen hierfür maximale Erfolge!

Falk Mäde-Heck

Falk Mäde-Heck, Rechtsanwalt & Partner der DIOMDEA AG. Nach Tätigkeiten für wirtschaftsrechtliche Kanzleien, seit 2012 bei DIOMEDEA. Spezialist für Gesellschaftsrecht, Unternehmerversorgung & betriebliche Altersvorsorge.

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